Die linke und die rechte Hand des Teufels

Rebecca

am 25.03 16:04 Uhr
im Topic : Die linke und die rechte Hand des Teufels
Uhi, das hat weh getan.

Der Kerl war mit einem klassischen Hechter auf die Straße gesegelt, wobei er noch einige Meter auf seiner Visage zurücklegte bevor ihm der Bordstein bremste. Dieser Darbietung folgte ein tosender Applaus der betrunkenen Meute. Mein Blick ging zu Floh, Floh guckte mich an und wir grinsten breit.

Joar, was für nen Penner.

Dachte sich wohl, zwischen uns zweien kommt er eher durch, als zwischen den Jungs aus dem Club.

Ha, verarscht.

In dem Augenblick als er zwischen uns durch flitzen wollte, hatten zwei Brujah die selbe Eingebung und den Typen ein Bein gestellt. Da ihm daraufhin zwei wichtige Stützen zum Erdboden fehlten, ließ die Gravitation Grüßen und er legte diesen tollen Absturz hin.

Was für ein Anblick, der Typ lag jetzt nackt wie Gott ihn schuf auf den Boden und reckte seine Poperze Richtung Nachthimmel.

Es dauerte ein paar Sekunden bis er wieder zu sich kam, sich wankend aufrappelte und uns anglotzte wie ein Murmeltier, was feststellt, dass noch Winter ist und das die Rodelbahn direkt über sein Schlupfloch verlegt wurde.

Er hatte sich wirklich übel die Fresse aufgeschlagen, aber davon bekam er nix mit.

Scheiß Drogen, der Kerl war voll auf dem Trip.


Rebecca

am 29.04 23:42 Uhr
im Topic : Die linke und die rechte Hand des Teufels
Die Jungs umstellten ihn, schubsten und pöbelten, kippten Bier über seinen Kopf aus und hatten richtig Spaß den Typen zu drangsalieren. Der stand nur da, er versuchte krampfhaft das Gleichgewicht zu halten und blickte sich mit verklärten Blick um, während Blut von seinem aufgeschlagenen Kinn tropfte.

Floh schüttelte über diese Anblick den Kopf und lachte. Sie angelte sich aus ihrer Lederjacke ne Zigarettenschachtel, mit einer Handbewegung bot sie mir eine Kippe an. Als ich nicht reagierte, zuckte sie mit den Schultern und lehnte sich gegen ein parkendes Auto um das Schauspiel weiter zu beobachten.

Ich stand da und starrte den Kerl an, er wehrte sich nicht, war völlig auf Droge, total fertig. Je länger ich ihn mir ansah, desto mehr spürte ich wieder dieses nur allzu vertraute Gefühl. Es baute sich in mir auf, es war, als ob sich alles in mir zusammen zog. Es war wie ein dumpfes pochen, meine Fäuste ballten sich, das Feuer brodelte heiß. Es fehlte nicht fiel, mein Blickfeld verengte sich. Es widerte mich an, dieser Kerl widerte mich so was von an.

Noch nicht mal eine Stunde war es her, da war dieser Typ im Club aufgetaucht. Niemand kannte ihn, er hatte sich ne Coke bestellt, dann fing er an zu labern. Laberte und laberte, pranzte über seine Karre, präsentierte seine tollen Markenklamotten im Punkstyle und laberte rum auf was für tolle Konzis er schon war. Scheiß Modepunks. Da ging der Typ mir schon gewaltig auf die Titten.

Der Typ verschwand auf dem Klo, 5 Minuten später gab es ne Keilerei, Stubbens zerrten den Typen aus dem Klo. Der Typ riss sich los, sah sich panisch um, strich sich mehrfach durch die Haare und fummelte sich dauernd im Gesicht rum. Es dauerte nicht lange bis alle im Club wussten was passiert war, diese Dreckschleuder hatte doch tatsächlich versucht, hier im Rote Rüben Club, harte Drogen an den Mann zu bekommen.

Fuck Alter. Bist neu in der Stadt, was? Im Club wird gekifft wie Sau und Alk fließt hier in Strömen, aber hartes Zeug, so nen gepanschtes Scheiß-Crystal-Zeug, wie du dabei hast, das mögen wir hier gar nicht. Der Pseudodealer hatte sich selbst ne Nase voll von seinem Zeug gegönnt, um in Stimmung zu kommen wahrscheinlich.

Der Typ wird ne ordentliche Abreibung bekommen, der wird nie wieder versuchen in Brand Zeug zu verticken. Wir zogen ihm seine Klamotten aus, unter lauten Jubelschreien und deftigen Klatschern auf seinen nackten Arsch, wurde er grob im Club rum geschubst bis er zur Tür fand. Wir hetzten ihn durch Brand. Bis er, umkreist von uns, versuchte an uns vorbei zukommen und tierisch auf die Fresse fiel.

Krätze trat ihn in die Seite, der Pseudodealer stolperte nach vorn und fiel vor mir auf den Asphalt. Das Tier in mir kratze, bäumte sich auf. Noch bevor ich es selbst merkte, hatte ich seine Hand gegriffen und drückte zu. Es war ein harter Kampf mit mir selbst, ihn nicht die Knochen zu brechen. Er wimmerte auf und Tränen liefen über seine Wangen. Das machte mich nur noch wütender. Ich zog ihn auf die Beine, ich konnte das Blut riechen, seinen Schweiß, seine pure Angst. Ich hasste ihn, ich hasste seine Schwäche, ich hasst alles an ihm, ich hasste seine verdammte Menschlichkeit. Alle Wut und mein ganzer Zorn bündelten sich und richteten sich auf dieses wimmernte Etwas.

Unter größter Mühe, mit zusammengebissenen Zähnen, presste ich jedes Wort heraus
„Verschwinde! Du Penner!
Tauch noch einmal hier auf und ich schlag dich so was von zusammen das deine eigene Mutter dich nicht wiedererkennt, du Wickser!
Und wenn du zu den Bullen gehst, ARSCHLOCH, Ich finde DICH.“.

Ich stieß ihn von mir weg, meine Worte waren sehr eindrucksvoll in sein von Drogen verseuchten Hirn eingedrungen. Sein Blick war pures Entsetzen, keuchend stolperte er zwei Schritt zurück, bevor er sich umdrehte und Richtung Freiberg davon rannte.

Die gute Stimmung war dahin, alle umstehenden blickten sich unsicher um und wichen meinem Blick aus. Floh meldetet sich zu Wort „Scheiße, wir müssen weg. Da vorne sind Leute, ich glaub die haben die Bullen gerufen.“ Sie hatte recht eine Gruppe älterer Leute war die Straße hochgekommen und blickte neugierig zu uns rauf, einer schien zu telefonieren. In die Jugendlichen kam Bewegung, sie strömten in kleinen Gruppen auseinander und waren bald verschwunden.

„Alles klar bei dir Mutti?“ Floh sah mich forschend an. Die Wut war nicht weniger geworden, ich atmete tief ein und sagte nur kurz „Lass uns verschwinden.“.

Wir flüchteten durch einige Kleingärten und erschreckten noch einige Zwergkaninchen in einem Offenstall, bevor wir unser Zuhause erreichten.



GBEDMBNWS

am 30.04 11:32 Uhr
im Topic : Die linke und die rechte Hand des Teufels
Siehe Brujah thread



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